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Mühlentechnik

Der Antrieb der Wassermühle befindet sich auf der untersten Ebene der Mühle. Die Antriebswelle des außen liegenden Wasserrades ist hier mit dem Kammrad verbunden und überträgt so die Wasserkraft über ein Zahnrad direkt auf den darüber liegenden Mahlgang. Dieser Mahlgang befindet sich auf der zweiten Ebene. Die Mahlsteine bestehen aus massivem Lavastein und haben einen Durchmesser von 1,52 m. Über einen Trichter wird das Korn eingefüllt und durch die Sogwirkung der beiden Mahlsteine zwischen ihnen „eingesogen“. Die Sogwirkung kommt dadurch zustande, dass die Furchen an Ligger (unterer Mahlstein) und Läufer (oberer Mahlsteine) gegenläufig sind. Das Korn wird zwischen den beiden Mahlsteinen zerrieben und gelangt dann über die Mehlpfeife in den Sichter und letztendlich in unterschiedlichen Mehlfraktionen in die Säcke.

Der Antrieb der Windmühle liegt in der Kappe. Die Flügel übertragen ihre Kraft über ein Kammrad auf die Königswelle. Dieser König ist das Herzstück der Windmühle. Er ragt von ganz oben bis nach ganz unten durch die Mühle und treibt das Königsrad mit einem Durchmesser von 2,80 m an. Das Königsrad ist in zwei Abschnitten geteilt, die über eine Kupplung verbunden oder getrennt werden können. Und das ist das Besondere an dieser Mühle: soll mit Wind gemahlen werden, wird die Kupplung verbunden und der König treibt den Mahlgang an. Soll mit Wasserantrieb gemahlen werden, wird die Kupplung getrennt und der obere König ist „abgeschaltet“.
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